Kalte Lötstelle mal anders

  • Guten Morgen

    Head


    Würde diesen Kondensator aber nicht mehr einsetzten,


    anhand dem Bild wird das Bauteil auch beschädigt sein


    (So stand es mal ähnlich technisch nichts aussagent in einem CAR Bericht über ein vorzeitigen Ausfall Sicherheitsrelais bei einer Charge von einem Lieferanten (Phoenix contact),)


    eine Versprödung an den Pins statt, Bauteil wurde dabei zerstört, spätere Kontamination mit den einzelnen Materialien erfolgte , welche dann zu einer Entnetzung der Lötstellen führte, so das sich der Kondensator sich löste...,



    Das Problem war dabei vor Ort, daß der gelöste Kondensator die Versorgungsspannungen /Filterung ursprünglich abblocken sollte...,

  • Hier sieht man es ggf etwas besser,


    der untere Körper, Bereich hat sich zersetzt, ggf entwich dann auch Flüssigkeit welche die Lötstellen (vermulich noch bleihaltiges Lot ) dann korrodieren ließ,

  • Die Vorstufe bei einer Fertigung eines festen Festkörper Tantals ist, war zuerst in einer flüssigen Bauform, daher könnte es durchaus auch möglich sein, wenn sich der feste intern wieder sich zersetzt, abbaut, auch Flüssigkeit wieder frei abgesondert wird,

  • Die Vorstufe bei einer Fertigung eines festen Festkörper Tantals ist, war zuerst in einer flüssigen Bauform, daher könnte es durchaus auch möglich sein, wenn sich der feste intern wieder sich zersetzt, abbaut, auch Flüssigkeit wieder frei abgesondert wird,

    Nach über 25 Jahren als Hardwareentwickler kann ich nur meine Erfahrung wiedergeben: ich habe viele Tantals brennen, aber keinen einzigen siffen gesehen.


    Mitglied im Verband der nicht anonymen Elektroschrottabhängigen


  • Kann auch nur mit "meinem

    "Halbwissen" was schreiben was andere schon mal mal vorab geschrieben abgeschrieben oder behauptet haben,

    oder auf Quellen mit auf Hersteller Angaben hindeuten mich beziehen


    ob es stimmt, steht natürlich auf einem anderen Blatt,


    Da wir auch nur einen Ausschnitt der Karte haben, wissen wir nichts über das Datum, Baujahr, welcher Typ von Tantal, Einsatz Dauer, Lagerung, frühere Netzversorgung und weiteren relevanten Parametern


    aber ich denke dies macht doch auch den Reiz unseres Hobby aus, das unerwartete was passieren kann....

  • Das es eine VLB Karte ist haben wir vermutet anhand dem Pinning,


    Hast du auch das dazugehörige Mainboard,


    Auva Computer/Autocomputer CAM/33/40/50-SG0
    Auva Computer/Autocomputer CAM/33/40/50-SG0 is a motherboard based on the SiS 85C461 (ISA 386DX/486 Single Chip) chipset. Get specs, BIOS, documentation and…
    theretroweb.com



    Erstelle poste noch Gesamt Bilder vor und Rückseite,

    für die Identifizierung des Bausteines,


    Hier findet sich ggf wenn nötig auch die passenden Treiber


    VOGONS Vintage Driver Library

  • Die Vorstufe bei einer Fertigung eines festen Festkörper Tantals ist, war zuerst in einer flüssigen Bauform, daher könnte es durchaus auch möglich sein, wenn sich der feste intern wieder sich zersetzt, abbaut, auch Flüssigkeit wieder frei abgesondert wird,

    Nach über 25 Jahren als Hardwareentwickler kann ich nur meine Erfahrung wiedergeben: ich habe viele Tantals brennen, aber keinen einzigen siffen gesehen.

    obwohl es natürlich auch NASSE Tantals gibt, das sind aber meist Axiale in dicke Metallröhrchen und in Glas eingegossen/ Versiegelte MIL-Versionen....


    ...die übrigens nicht Abbrennen, so wie die mimosenhaften trockenen Varianten, die nach langem NICHTbetrieb beim Ersten Wieder-Einschalten, den Kopf zu Machen (zum Widerstand Mutieren oder sofort abrennen)

    Nasse Versionen sind auch nicht kurzschlussanfällig.


    sehen so ähnlich aus: https://www.ebay.de/itm/203659360652


    ...die meisten haben an der Anode dann diesen fetten Lötgnubbel, dadurch kann man sie recht gut von normalen Papier-Nass-Elkos unterscheiden.


    Die MIL-Varianten waren dann noch zusätzlich in Glas Eingegossen / Versiegelt...und in günstigen bis zu unverschämt hohen Preisen (Raumfahrt/Satelliten-Bereich) für Absolute Ausfallsicherheit, je nach MIL-Selektion-Stufe verfügbar.

    Habe keine Lust auf Gefährlich Halbwissende, Wiki-Nachlesende - Zwangs-Verbesserungs-Neurotiker, mit wenig Praxis-Ehrfahrung ;)

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  • Kann es sein, dass sich die Durchkontaktierungen geloest haben?

    Ist hier schlecht zu erkennen, sieht aber aus, als ob das am C verdickt ist,

    wie eine Drahtwicklung um den C drumrum.

    Sieht sehr danach aus und die Lötaugen müssen dabei auch nicht abreißen. Wenn man sieht, wie leicht man Bauteile von eine Platine schlagen kann dürfte eine defekte Durchkontaktierung bei guter Beschleunigung schon rausreißen.

  • @fanistorie

    Nein, hab das mainboard nicht, habe nur die Karte (mit anderem Kram) bekommen.

    Aber ist doch eine normale VLB Karte, kann ja auch woanders rein.

    Oder worauf möchtest du hinaus?


    Welche Bausteine sollen identifiziert werden?

  • Head


    es geht um den Cirrus Chip, welcher Version, Bezeichnung dieser hat,

    und die Bios Version, welche ich dann ggf wieder weiterleiten


    Hintergrund :

    in einer früheren Anfrage, aus einem anderen Forum wurden Artefakte mit Autocomputer VLB und Gigabytes Mainboard bei Autocad mitgeteilt,

  • Für die Akten: eine Autocomputer Ltd. VLB Grafikkarte, vermutlich von 94.

    Hmm, die anderen Tantal-Kondis auf der Karte sind stehend eingelötet, der "rausgeflogene" hat gewinkelte Beinchen. Wäre es möglich, dass der Kondi nachträglich umgebogen wurde? Das würde die Beschädigung und das "Ausfallverhalten" der kalten Lötstelle erklären.

  • Für die Akten: eine Autocomputer Ltd. VLB Grafikkarte, vermutlich von 94.


    Sehe ich das richtig:

    106F = 10 uF, 6,3V

    2.2 = 2,2 uF, 25V?

    ja das stimmt, wenn du die Werte von den Tantals vom Foto meinst, 6,3 Volt steht zwar auf dem 10µF nicht sichtbar drauf...aber wird er wohl haben....


    ...und der ganz dicke 10µF ganz rechts müsste dann aber höher in der Spannung sein, wahrscheinlich 10V...es sei denn, es eine "Größenverzerrung" der durch das Objektiv zu Stande gekommen...er sieht ja schon viel größer aus, als der linke :)

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  • Wegen der Polarität .. schau dir die anderen Kondensatoren an.

    Die Platine hat runde und quadratische Lötflächen wie ich sehe.

    Bei meinen alten HP-Taschenrechnern ist der quadratische immer + bzw. bei IC Pin 1 oder Diode Kathodenseite. Das hilft oft sehr ...

  • Richtig, ist der gleiche, aber durch die Optik verzerrt. Gibt nur die beiden Tantal-sorten, dann werde ich mal nach Elkos schauen - auf Anraten des vorredners.


    AndiM: die Platine macht es mir leicht, da ist ein pickes Plus :)

  • ach so, was ich fast vergessen hätte...die 6 in der 106 beim 10µF bedeuten aber nicht 6V oder 6,3 V...sondern das ist der PLatzhalter für die Anzahl der Nullen...so wie bei SMD-Widerständen....die 6,3V hab ich auch nur im Größenverhältniss zu dem 2,2 µF Überschlagen


    es gibt da verschiedene Kennzeichnungen bei Tantals...von Klartext bis Codiert


    bei dieser Schreibweise: "106" ist es PikoFarad, 106 = 10 000 000 pF = 10µF


    Entweder noch mal mit der Lupe schauen, ob da nicht doch noch nen Spannungswert draufsteht, oder anhand der Leiterbahn Checken,

    ob das auf ne 5V oder 12v-15v Leitung oder höher geht. Oder die Karte ohne den rausgerissenen Tantal in Betrieb nehmen und die Spannung an den Lötaugen Messen.


    Weil das ist wichtig, da die trockenen Tantals schon auf ein kleine Überspannung Mimosenhaft reagieren und Abbrennen können


    Kannst aber einfach auch 25V Typen kaufen, Da die neueren Tantals eh schon eine kleinere Bauform bei gleichen Werten, gegenüber den alten Baujahren haben.


    Hab mal ein paar von mir zusammengesellt auf dem Foto:



    der kleine in SMD-Quaderform hat 220µF/ 10V um 2000 rum Produziert und ist nur 6mm lang

    ...die Tropfenvarianten sind aus den 80ern / 90ern...die Beigen haben 100µF und 150µF bei 16V

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  • Danke, dass hab ich mir im Elektronik-Kompendium heute zusammengesucht, nur war ich tatsächlich bei den 6,3V unschlüssig, bin aber vom wahrscheinlichsten ausgegangen - ähnlich Deiner Annahme.


    LowESR Elkos von der Stange (bei gleichen technischen Eckdaten) sollten passen?!

  • Danke, dass hab ich mir im Elektronik-Kompendium heute zusammengesucht, nur war ich tatsächlich bei den 6,3V unschlüssig, bin aber vom wahrscheinlichsten ausgegangen - ähnlich Deiner Annahme.


    LowESR Elkos von der Stange (bei gleichen technischen Eckdaten) sollten passen?!

    ja, kannste zur Not auch nehmen, besser dann noch nen 100NF Folienkondensator Parallel dazu, weil Tantals sind den Elkos auch wenn low ESR, Überlegen...und ich persönlich würde auch nur die Umgeknickten und den Rausgerissenen ersetzen

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